VSC-Blog-2: Lean Startup für die Innovationsberatung

[VSC-Blog-2] Lean Startup für die Innovationsberatung

Im ersten Beitrag berichtete ich darüber wie die Vollzeit-Selbstständigkeit begann. Doch das komplizierteste stand noch aus: die Erprobung und Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells.

Hintergrund

Meine naturwissenschaftliche Ausbildung als Diplom-Physiker konnte ich im Fraunhofer ICT um einige Jahre Erfahrung in F&E ergänzen. Vor dem Schritt in die Selbstständigkeit arbeitete ich einige Jahre in einem Innovationsnetzwerk für Optische Technologien zuletzt als “Leiter Projekte & Innovation”. Highlights waren für mich die Innovationsförderung, die KMU & Startup Beratung und der Aufbau von Ökosystemen in den Bereichen Photonik und Deeptech. Damit fand ich mich für das Abenteuer Selbstständigkeit gut gerüstet.

Theorie: Lean Startup

Egal ob es sich um ein Hardware-, Software- oder Dienstleistungs-Startup, oberste Maxime ist das beschleunigte Durchlaufen des Kreislaufs: Bauen – Testen – Lernen. Darin ist der wichtigste Aspekt den eignen Vertrauensvorschuss so gering wie möglich zu halten. Andernfalls steckt man viel Arbeit in Dinge, die vom Kunden nicht geschätzt werden und verpasst damit die Chance, das zu forcieren, was der Kunde wirklich will.

Welche Erfahrung habt ihr mit Lean Startup gemacht?

Eigenes Angebot

Wie testet man nun erklärungsbedürftige Beratungsangebote? Und wird man als junger, selbstständiger Berater überhaupt ernst genommen?

Hat man gute Kontakte, lassen sich die Attraktivität der eigenen Angebote super in Gesprächen testen. Kann man sein Angebot kurz und verständlich erklären, bleiben Fragezeichen im Gesicht des Gegenübers aus. Folgt ein vertiefendes Gespräch, ist das Angebot interessant.

Nach einigen Irrwegen fand ich die Schwerpunkte meines Dienstleistungsportfolios als Schnittmenge von meiner Expertise und den Bedürfnissen der Kunden:

Innovationsberatung

  • Bestandsaufnahme, Workshops und Umsetzungsbegleitung
  • Begleitung von Innovationsprojekten
  • Beratung zur Innovationsfinanzierung

Company Building

  • Business Model Creation
  • Prozessübernahme oder -begleitung
  • Workshops und Aktivitäten zu einzelnen Themen

Meiner Erfahrung nach reichen die Fachkenntnisse jedoch nicht aus, um als junger Berater, der noch keine 20 Jahre Industrieerfahrung gesammelt hat, ernstgenommen zu werden. Vielmehr wurde mir mehrfach bestätigt, dass der tiefe Einblick u.a. in die Photonik-Branche und in viele Unternehmen sowie das große, persönliche Netzwerk die Kenntnisse und Fähigkeiten komplettieren. Check, alles richtig gemacht! 🙂

Da die Innovationsberatung und das Company Building für KMU und Startups ein „rundum-sorglos-Pakete“ darstellen, kann ich bei jedem neuen Projekt maximal kundenorientiert arbeiten und, falls notwendig mit Partnern, das gesamte Spektrum bedienen. Erfahrung in Gestaltung und Durchführung war bereits vorhanden, sodass es nun „nur“ noch hieß: MACHEN! … und natürlich weiter testen, lernen und anpassen.

Warum begründetes Interesse noch lange kein Auftrag bedeutet, das Angebot dennoch ein Volltreffer ist, berichte ich im nächsten Beitrag.

Mich würde interessieren, wie habt ihr euer Angebot gestaltet und weiterentwickelt?

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